Türkei

Türkische Fahne

Lage:

Die Türkei liegt als eines der wenigen Länder der Welt auf zwei Kontinenten. Zwischen Europa im Westen und Asien im Osten, zwischen dem Mittelmeer im Süden und dem Schwarzen Meer im Norden. Vier Prozent der Türkei liegen in Europa, die weiteren 96% liegen auf dem asiatischen Kontinent. Die Türkei hat direkte Grenzen zu Griechenland, Bulgarien, Georgien, Armenien, Azerbaijan, Iran, Irak und Syrien. 65 km vor der türkischen Südküste liegt die Inselrepublik Zypern.

 

Anreise:

Die Türkei verfügt über vier internationale Linienflughäfen. Istanbul, Ankara, Izmir und Antalya. Von diesen Flughäfen finden täglich Linienflüge nach Europa statt. Der Flughafen Atatürk in Istanbul liegt auf der europäischen Seite der Stadt. Der Atatürk Flughafen ist das Drehkreuz der Turkish Airline, welche Flüge über Istanbul zu sehr vielen Destinationen weltweit anbietet. Die Turkish Airline verfügt über ein sehr engmaschiges Inlandsnetz. Von den vier großen Flughäfen werden fast alle Provinzhauptstädte angeflogen. Auf dem Wasserweg gibt es Fährverbindungen von Venedig, Pireäus, Thessaloniki und Kavala nach Istanbul. Die Überfahrt von Venedig dauert ca. 30 Stunden. Istanbul ist auch über eine Busverbindung von Thessaloniki aus erreichbar. Dabei ist zu beachten, das der Abfahrtsort in Thessaloniki nicht am Neuen Busbahnhof außerhalb der Stadt ist, sondern mitten in der Stadt hinter Platia Vardariou bei K.T.E.L. Thessalonikis. Die Fahrt ab Thessaloniki dauert etwa 14 Stunden, ist jedoch preislich sehr attraktiv.

 

Allgemeine Informationen:

Die Türkei verfügt über ein sehr gut ausgebautes und kostengünstiges Überlandbussystem. Die offizielle Währung in der Türkei ist die neue türkische Lira. Euro werden aber fast überall akzeptiert. Wichtig ist es vor dem Feilschen um den Preis, die Währung um die gefeilscht wird mit dem Händler zu vereinbaren.

 

Bevölkerung:

Die Türkei ist ein Vielvölkerstaat. In der Türkei leben unter anderem Türken, Kurden, Kirt, Araber, Albaner, Georgier, Tschetschenen, Aramäer, Griechen, Bosnier, Lasen, Abchasen und Armenier. Gemäß der Verfassung herrscht in der Türkei Glaubensfreiheit. In der Realität wird diese nicht immer umgesetzt.

 

Politik:

Die Türkei ist als Nachfolgestaat zum osmanischen Reich entstanden. Der offizielle Name ist Republik Türkei. Das türkische Parlament wird alle vier Jahre gewählt. Das Parlament wählt den Staatspräsidenten. Der höchste Grundsatz des türkischen Staates ist die Trennung zwischen Religion und Staat.

 

Große Städte:

Die größten Städte der Türkei sind Istanbul, Ankara, Izmir, Bursa, Adana, Konya, Gaziantep und Antalya.

 

Geschichte:

Klein Asien, wie die Türkei in der Bibel auch genannt wird, ist eines der ältesten Siedlungsgebiete der Welt. Klein Asien ist bereits im Neolithikum besiedelt.  Zunächst haben in der Türkei die Hethiter gelebt, diese sind von griechischen Siedlern verdrängt worden. Im 6. Jahrhundert v. Chr. sind die Perser in die Region vorgedrungen. Erst Alexander der Große schlug sie zurück und machte Klein Asien zu einem Teil seines Reiches. Die Dyadochen Alexanders teilten das Reich auf und Klein Asien ist in verschiedene Staaten zersplittert worden. Das bedeutendste dieser Reiche ist das Selukidenreich. Vom 2. bis 1. Jahrhundert v. Chr. unterwarfen die Römer in vielen Kriegen Klein Asien. Der, in dem Zusammenhang, mit entscheidendste Krieg ist der Selukidenkrieg um 188 v. Chr. Bei der Teilung des römischen Reiches fiel Klein Asien komplett an das Oströmische Reich ab. Mit dem ehemaligen Byzanz, dem späteren Konstantinopel, liegt die neue Hauptstadt des Weltreiches auch auf dem Gebiet der heutigen Türkei. In der Mitte des 13. Jahrhunderts gelangen die Seldschuken nach Klein Asien und eroberten immer mehr Teile des Byzantinischen Reiches. Die Seldschuken werden aber selbst Opfer der seit dem 11. Jahrhundert in die Region ziehenden Osmanen. 

Am 29. Mai 1453 eroberten die Osmanen Konstantinopel und besiegelten damit das Ende des römischen Imperiums.

Ab dem frühen 19. Jahrhundert machten sich immer mehr Gebiete vom osmanischen Reich unabhängig. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellt das osmanische Reich nur noch einen Schatten seiner selbst dar. Im ersten Weltkrieg, mit dem Deutschen Reich verbündet, gelang das osmanische Reich unter alliierte Besatzung. Es begann der Unabhängigkeitskrieg. Am 29. Oktober 1923 wurde unter General Mustafa Kemal, dem späteren Mustafa Kemal Atatürk das Sultanat abgeschafft und die Republik ausgerufen. Der erste Präsident der Republik wurde Atatürk.

 

Sehenswürdigkeiten:

Abgesehen von Istanbul, welches als Städtereiseziel allein den Weg von Deutschland in die Türkei lohnt, gibt es noch weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten. Der Nationalpark Göreme mit den Felsendenkmälern von Kappadokien ist auch weit über die türkischen Grenzen bekannt. Göreme ist eine Station auf guten Türkeirundreisen. 150 km in Richtung Osten von Ankara entfernt ist die alte Hethiter Hauptstadt Hattuscha zu bestaunen. Die Region wird bereits seit 8000 Jahren besiedelt. Erste Besiedlungsspuren aus Hattuscha sind auf ein Alter von 5000 Jahren datiert worden. Etwa 200 km östlich von Adana befindet sich der Berg Nimrod. Auf einer Fläche von 7.500 m² sind hier die Gräber von drei Kommagener Königen ausgegraben worden. Es sind Reste von ehemals 10m hohen Monumentalstatuen zu besichtigen. Auch der Berg Nimrod wird auf guten Türkei Rundreisen angefahren. Rund 30 km von Fethiye entfernt liegt die Ruinenstadt Xanthos. Das Besondere an Xanthos sind die lykischen Gräber aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Xanthos wird als Ausflug von Fethiye angeboten. Eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Türkei ist das Dorf Pamukkale. Die Kalksteinterrassen erheben sich in der mediterranen Umgebung und lassen das Auge Schnee bei 35 Grad im Schatten sehen. Terrassen dieser Art gibt es auf der Welt nur noch im Yellowstone Nationalpark in Wyoming, USA. Auf den Terrassen selbst befindet sich ein antikes Thermalbad, welches die Möglichkeit bietet in warmem Thermalwasser zwischen antiken römischen Säulen zu schwimmen. Wenige Minuten zu Fuß von dem Thermalbad befindet sich die Ruinenstadt Hierapolis. Die Safranstadt Safranbolu ist für die Türkei das, was Heidelberg für Deutschland ist. Authentisches mittelalterliches Flair und osmanische Baukunst werden in der Stadt in der Provinz allen Ortes präsentiert.